Auf der schwarzen Rolle – Blackrolls

Zuerst dachte ich: "Was ist das wieder für eine Mode? Was soll das eigentlich? Schwachsinn." Ältere Frauen und Männer rollen über Schaumstoff-Rollen, das Gesicht leicht schmerzverzerrt. So richtiger Männersport sieht anders aus. Keine Gewichte werden gestemmt oder schwitzend Kilometer auf dem Laufband abgerissen. Dachte ich - bis ich es selbst ausprobiert habe.

Die Einweisung war kurz. Es sah einfacher aus. Die Rolle unter den Rücken zu schieben, hin und her rollen. Da waren die älteren Herrschaften irgendwie geschickter. Jetzt spüre ich jede Faser, jeden Knoten in der Muskulatur. Was mache ich eigentlich?

Faszientraining. Klingt nicht spannend, ist aber sehr wirkungsvoll. Was sind Faszien? Während mir die Trainerin das erklärt, verstehe ich nur Rollbraten - genau so ähnlich funktionieren Faszien. Sie sind ein Netz um unsere Muskeln herum und Sie können starr werden, "verkleben". Wie soll ein Muskel funktionieren, wenn die Faszien immer "dagegen arbeiten"?

Mit dem Faszientraining geht es ran an die Mobilisierung. Man soll beweglicher werden. Ich selbst wollte aufgerichteter werden - mehr Muskeln brauche ich nicht... zumindest nicht primär. Bei mir geht es um Haltung und darum Verspannungen zu lösen. All das verspricht Faszientraining.

Ich war übrigens derart angetan von diesen Übungen, dass ich mir eine Grundausstattung angeschafft habe - eine Rolle und einen Ball. Damit rolle ich mir jetzt regelmäßig die Verspannungen raus und fühle schon, dass ich irgendwie freier bin in meiner Haltung und Bewegung. Mein Tipp: einfach 'mal ausprobieren.

Die Blackroll mit Übungs-CD gibt es hier

Ich habe auch noch ein kleines Video mit Prof. Froböse auf youtube entdeckt, das einen guten Eindruck davon gibt, was Faszientraining ist

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Muskeln aufbauen im Schlaf

Zuerst einmal: von nichts kommt nichts. Sich einfach hinlegen und hoffen, dass sich Muskeln aufbauen, ist nicht. Dennoch stehen Schlaf und Muskelaufbau in einem engen Zusammenhang miteinander. Wie?

Viele meinen, dass Muskeln beim Training wachsen. Dieser Glaube wird unterstützt, weil die Muskeln direkt nach dem Training etwas anschwellen - ein Effekt, der aber kurz nach dem Training wieder nachlässt. Was hat Schlafen jetzt mit Muskelwachstum zu tun?

Muskeln wachsen in den Ruhephasen zwischen den Trainings (deshalb ist es wichtig Regenerationsphasen in den Trainingsplan mit einzubauen). Insbesondere Nachts produziert der Körper sogenannte Wachstumsfaktoren, die dazu führen, dass die Muskeln wachsen. Gibt es jetzt eine Möglichkeit, diesen Prozess zu verbessern?

Ja, mit ausreichend Schlaf. Und mit einem tiefen, gesunden Schlaf. Dies ist eine Wissenschaft für sich. Nicht zuletzt deshalb beschäftigt sich eine riesige Horde von Wissenschaftlern mit dem Schlafphänomen. Ein paar Tipps:

mindestens eine Stunde vor dem Zubettgehen Handy aus, PC aus

Handys und PCs senden blaues Licht aus, das beim Einschlafen hinderlich ist. Wer also Probleme mit dem Einschlafen hat, kann erst einmal Verzicht abends üben, vielleicht hilft das schon. Abends ein gutes Buch, ein wenig Theta-Meditation oder etwas anderes bereitet optimal auf die Nacht vor.

Lang genug schlafen

Auf gar keinen Fall weniger als 6 Stunden, besser 8 Stunden schlafen und nicht zu spät zu Bett gehen. Dein Körper braucht diese Zeit.

Wie man sich bettet, so schläft man

Schnarchen, morgens wie gerädert aufwachen? Morgens solltest Du ausgeruht sein, damit Du den neuen Tag wieder mit Energie angehen kannst. Stell Dir einmal die Frage, wie Du morgens aufstehst. Ausgeruht? Entspannt? Achte auf eine gute Schlafposition - Matratze, Kissen und Co. sind da schon wichtig. Übrigens, wusstest Du, dass schräg schlafen sehr gesund ist?

Damit meine ich nicht diagonal im Bett, sondern mit einer leichten Neigung. Diese Erkenntnis stammt aus der Weltraumerfahrung und soll zu einem erholsamen, tiefen Schlaf führen - und sogar in einigen Fällen das Schnarchen bekämpfen.

Unterstützung durch die Natur

Es gibt Möglichkeiten, den Körper von außen in seiner Ruhephase zu unterstützen. Produkte, die die Produktion von Wachstumsfaktoren positiv beeinflussen - wie z.B. bestimmte Patches, also Pflaster, die man sich auf bestimmte Stellen des Körpers klebt oder Supplements - also Nahrungsergänzungen. Alles auf Naturbasis. Die helfen dann die körpereigenen Prozesse in Gang zu setzen.

Tabata HIIT-Training / härtester Workout